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Ioannis Moraitis | Steigende Immobilienpreise & Wohnungsnot kehren die Landflucht um!

Ioannis Moraitis | Steigende Immobilienpreise & Wohnungsnot kehren die Landflucht um!

„Immer mehr Umzugstransporter fahren in die entgegengesetzte Richtung“, sagt Ioannis Moraitis. „Früher führte ihre Route in die Stadt, heute aus den Städten heraus.“ Ioannis Moraitis kennt die Statistiken der Mietsteigerungen, die vor Kleinstädten rund um die beliebten Ballungszentren längst nicht mehr stoppen. Selbst Gutverdiener und Kapitalanleger weichen laut Ioannis Moraitis immer häufiger auf das Umland aus. „Das zeigt sich nicht nur in Berlin, sondern betrifft auch Städte wie Stuttgart, Hamburg oder München und Frankfurt. Die Gegenbewegung ist im Aufmarsch und der Markt reagiert.“ Als Bauträger und Projektierer weiß Ioannis Moraitis um die Problematik auf dem Berliner Immobilienmarkt. Schon seit einigen Jahren stehen sich das Angebot und die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum konträr gegenüber. Die durchschnittliche Immobilienfinanzierung für eine Eigentumswohnung oder das Eigenheim ist von 180.000 Euro auf 240.000 Euro angestiegen. Für diesen Kaufpreis lässt sich in einer Großstadt wie Berlin allerdings nicht finanzieren, gibt Ioannis Moraitis zu bedenken. Es bleibt Familien daher gar keine andere Wahl, als die Stadt zu verlassen und zugunsten günstigerer Immobilienpreise einen längeren Arbeitsweg in Kauf zu nehmen.

Die Auswirkungen der Abwanderung auf den Immobilienmarkt

In den vergangenen Jahren beobachtete Ioannis Moraitis, Geschäftsführer der hedera bauwert, nur einen Trend. „Jährlich wollten mehr Menschen in Berlin leben, Wohneigentum als Kapitalanlage kaufen und die infrastrukturellen Vorteile der deutschen Metropole genießen. Schon jetzt sind Miet- und Kaufobjekte kaum noch zu finden und wer in seiner favorisierten Lage ein Objekt entdeckt, muss mit einem enorm hohen Kostenaufwand rechnen.“ Ioannis Moraitis sieht die Wohnungsnot in Berlin und anderen deutschen Großstädten „hausgemacht“. Viele Jahre haben sich die Kommunen nicht um die Schaffung neuen Wohnraumes gekümmert und Investoren, Bauträgern und Projektierern Steine in den Weg gelegt. Selbst schnelles Umdenken löst die Problematik nicht, so dass die Landflucht als 
Antwort auf die Überbewertung von Immobilien und deren Relation aus Angebot und Nachfrage gilt.

Mietpreissteigerungen und Kaufpreisanpassungen in deutschen Kleinstädten

„Für die Stadtplanung ergeben sich trotz Gegenbewegung keine wirklichen Veränderungen. Nach wie vor sind Immobilien in Berlin gefragt und in einem geringeren Angebot, als erfragt, vorhanden. Die Stadtflucht könnte perspektivisch für eine Entspannung der Metropolmärkte sorgen. Bis es soweit
 ist, werden allerdings noch einige Jahre vergehen“, weiß Ioannis Moraitis und bewertet die neue Orientierung in ihrer Auswirkung auf Berlin nicht über.

Vor 10 Jahren konnte man ein Haus auf dem Land praktisch zum Schnäppchenpreis erwerben. Der Absatz von Immobilien in Kleinstädten und Dörfern war so schwierig, dass Eigentümer sogar unter dem 
aktuellen Immobilienwert verkauften und mit Preisen unter dem realen Verkehrswert einverstanden
 waren. „Das ist heute nicht mehr möglich“, meint Ioannis Moraitis und blickt auf die Objekt- und Grundstückspreise in metropolnahen Kleinstädten. Selbst sehr abgelegene Häuser können auf Dörfern heute Preise bis zu 200.000 Euro erzielen, ohne dass der Angebotspreis in einer Relation zum Modernisierungs- und Sanierungsstatus steht. „Das Konzept funktioniert nur, weil die Preise im innerstädtischen Raum für Familien kaum noch bezahlbar und Wohnungen oder Häuser praktisch gar nicht mehr zu finden sind.“ Die Überbewertung von Immobilien hat sich laut Ioannis Moraitis längst auf die Kleinstädte und Ortschaften im Umland der Metropolen ausgeweitet.

„Dabei sollte auch die Wirkung des Baukindergeldes nicht außen vor gelassen werden. Junge Familien können diese staatliche Bezuschussung pro Jahr und Kind für ihre erste selbst bewohnte Immobilie nutzen und sich damit einen Finanzierungsvorteil verschaffen.“

Die Stadtoberen der betreffenden Regionen haben den Boom längst erkannt und eingepreist. Ioannis Moraitis geht davon aus, dass sich die Preisspirale nun auch in kleineren Städten und Dörfern kontinuierlich nach oben bewegen wird. „Auch wenn die Immobilienpreiserhöhungen im Umland keine Entspannung für Berlin und die anderen Großstädte erzeugen, sollten sie doch mit größter
 Sorgfalt beobachtet werden.“ Ioannis Moraitis lag mit seinen Prognosen zur Immobilienentwicklung in den vergangenen Jahren richtig.

Schon in 2018 ließen sich deutliche Tendenzen erkennen. Die Kauf- und Mietpreise in Kleinstädten und Dörfern in Metropolnähe steigen in letzter Zeit exorbitant an. Familien können sich Wohnraum 
in deutschen Metropolen kaum noch leisten und auch das Baukindergeld legt einen Grundstein, der die Perspektive verändert und den Blick auf die vor Jahren leergezogenen Kleinstädte und ländlichen Regionen lenkt. „Hier steht die Trendwende kurz bevor“, denkt Ioannis Moraitis und verlässt sich
 dabei auf seine 15-jährige Immobilienmarkterfahrung und 8 Jahre intensive Beschäftigung mit der Immobilienwirtschaft in Berlin.

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