Skip links

Eigentumswohnung: Rechte und Pflichten für Eigentümer im Überblick

Eigentumswohnung: Rechte und Pflichten für Eigentümer im Überblick

Wer sich den lang ersehnten Traum einer Eigentumswohnung erfüllen möchte, muss viele Dinge beachten. Dazu zählt beispielsweise, eine solide Finanzierung aufzustellen und alle anfallenden Kaufnebenkosten zu berücksichtigen. Zudem sollte von Anfang an eine Auseinandersetzung mit den Rechten und Pflichten erfolgen, die die neue Eigentumswohnung mit sich bringt. So müssen sich Wohnungsbesitzer unter anderem an die Bestimmungen der Gemeinschaftsverordnung halten. Wer sich vorab schlau macht und beim Thema Eigentumswohnung alle Rechte und Pflichten kennt, kann unbeschwert und gut vorbereitet ins neue Wohnglück starten. Unser Blogbeitrag gibt einen Überblick über die wichtigsten Punkte.

Rechte und Pflichten bei Eigentumswohnungen: Selbstnutzung und Vermietung

Wer eine Eigentumswohnung kauft, erwirbt ein Stück Freiheit und kann selbst entscheiden, wie er die Wohnung nutzen möchte. Sie gilt schließlich als Sondereigentum und kann deshalb nicht nur selbst bewohnt, sondern auch an Dritte vermietet werden. Eine Vermietung ausschließlich zu Wohnzwecken darf von der Eigentümerschaft nicht verboten werden. Durch die Vermietung können sich Wohnungseigentümer ein zusätzliches Einkommen im Alter sichern. Anders verhält es sich jedoch bei der Nutzung der Wohnung als Gewerbesitz oder bei der Vermietung als Ferienwohnung: Entsprechende Zulässigkeiten sind in der Beschlusssammlung der Eigentümergemeinschaft festgelegt.

Einsicht in die Beschlusssammlung der Eigentümergemeinschaft

Jeder Eigentümer hat das Recht auf Einsicht in die Beschlusssammlung der Eigentümergemeinschaft. In dieser lassen sich wichtige Vereinbarungen und Beschlüsse nachlesen. Das ist übrigens schon vor dem Kauf interessant: In einigen Fällen kann beispielsweise die Teilungserklärung durch weitere Beschlüsse der Eigentümergemeinschaft ergänzt worden sein. Ein Kaufinteressent sollte sich von dem Verkäufer zur Einsichtnahme ermächtigen lassen und die Unterlagen sorgfältig prüfen.

Das Recht auf einen Verwalter

Jeder Eigentümer darf von der Eigentümergemeinschaft einen Verwalter für die Immobilie fordern. Dieser muss bereits bei dem Antrag einer einzigen Hauspartei bereitgestellt werden. Der Verwalter übernimmt administrative Aufgaben und agiert als neutrales Glied im Sinne aller Eigentümer. Er erstellt unter anderem die Jahresabrechnungen, kümmert sich um die Organisation der Eigentümerversammlung und die Verwaltung der Instandhaltungsrücklage. Zudem ist er verpflichtet, jedem Eigentümer auf Wunsch die Verwaltungs- und Abrechnungsunterlagen vorzulegen. Eine allwöchentliche Einsicht derselben Unterlagen ist natürlich nicht möglich, denn das Einsichtsrecht gilt nur im erträglichen Maße.

Eigentumswohnung: Rechte, Pflichten und das Gemeinschaftseigentum

Wer eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus kauft, erwirbt nicht nur die Räume der Wohnung, sondern ebenso einen Anteil am Gemeinschaftseigentum. Beim Gemeinschaftseigentum handelt es sich zumeist um alle Teile des Grundstücks, die außerhalb der Wohnung liegen, also das Treppenhaus, den Innenhof oder die Heizungsanlage. Zum Eigentum im Sinne der Gemeinschaft zählen zudem die Fassade mitsamt Dach und die Balkone der Immobilie. Es gilt: Was die Eigentümer hier tun und lassen dürfen, wird gemeinschaftlich festgelegt. In der Gemeinschaftsverordnung wird beispielsweise festgehalten, ob große Pflanzen ins Treppenhaus gestellt werden können oder Kinderwagen im Fahrradkeller abgestellt werden dürfen – bei einem entsprechenden Vermerk hat der Eigentümer natürlich auch das Recht dazu.

Plant ein Wohnungsbesitzer Veränderungen, die das Gemeinschaftseigentum betreffen, muss er die Zustimmung der Gemeinschaft einholen. So darf er beispielsweise nicht ungefragt den Innenhof umgestalten, seinen Balkon zum Wintergarten verglasen oder durch den Einbau weiterer Heizkörper in seiner Wohnung plötzlich deutlich mehr Warmwasser verbrauchen.

Wichtige Nebenkosten: Die Instandhaltungsrücklage

Jeder Wohnungseigentümer ist in der Pflicht, sich an der Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums zu beteiligen. Über Instandhaltungsmaßnahmen wird gemeinschaftlich durch Mehrheitsbeschlüsse auf der Eigentümerversammlung entschieden – die anfallenden Kosten werden anteilig auf die Eigentümer verteilt. Dafür wird statt einmaliger Zahlungen oft eine monatliche Pauschale als Instandhaltungsrücklage genutzt. Kommt es zu nötigen Instandhaltungsmaßnahmen, werden die Kosten über diese Rücklage gedeckt.

Tipp: Eigentümer sollten sich genaustens über die möglichen Instandhaltungsarbeiten informieren. Denn in einigen Fällen müssen sie sich an Maßnahmen beteiligen, die sie nicht direkt selbst betreffen. Das können beispielsweise Instandhaltungsarbeiten an den Balkonen oder am Fahrstuhl sein. Da diese zum Gemeinschaftseigentum zählen, müssen zumeist auch die Eigentümer im Erdgeschoss ohne eigenen Balkon anfallende Kosten mittragen.

Abstimmung bei Modernisierungsmaßnahmen

Für Modernisierungsmaßnahmen an und in einer Immobilie gelten andere Regeln als für die Instandhaltung: Besteht der Wunsch nach einer Aufwertung der Ausstattung, obwohl die derzeitige noch in Ordnung ist? Dann muss die Eigentümergemeinschaft abstimmen. Jeder Eigentümer hat das Recht, der Modernisierungsmaßnahme zuzustimmen oder sie abzulehnen. Die Umsetzung darf erst erfolgen, wenn eine sogenannte doppelt qualifizierte Mehrheit vorliegt. Das bedeutet: Mindestens 75 Prozent der Eigentümer müssen der Modernisierungsmaßnahme zustimmen, zudem müssen die Befürworter mehr als die Hälfte der Anteile an der Immobilie halten. Wie viele Stimmen eine Partei im Haus besitzt, richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen. In einigen Fällen werden in der Gemeinschaftsverordnung jedoch gesonderte Bestimmungen festgelegt. Auch diesbezüglich lohnt sich das genaue Studium der Unterlagen.

Die hochwertige Eigentumswohnung vom Bauträger

Wer als Wohnungsbesitzer einer sehr großen Eigentümergemeinschaft mit mehreren Hundert Parteien angehört, muss unter Umständen lange auf Beschlüsse warten. Ihm bleibt oft nicht anderes übrig, als einen förmlichen Antrag zu stellen und die Ergebnisse der nächsten Eigentümerversammlung abzuwarten. Wer hingegen beispielsweise in einem sanierten Altbau in Berlin mit einer kleinen Eigentümergemeinschaft wohnt, hat einen großen Vorteil: Die Beschluss- und Kommunikationswege in kleinen Eigentümergemeinschaften sind oft kürzer und Genehmigungen lassen sich schneller und wesentlich flexibler einholen. Schöne Eigentumswohnungen mit freundlichen Mietparteien finden Sie bei Ihrem Bauträger des Vertrauens. Erfahrene Projektentwickler realisieren herrliche Wohnhäuser für den gehobenen Bedarf. Erfahren Sie jetzt mehr über unsere aktuellen Projekte.

Mit Material von ntv.de, focus.de

Return to top of page