Skip links

Monatliche Kosten einer Eigentumswohnung: Das Hausgeld einfach erklärt

Monatliche Kosten einer Eigentumswohnung: Das Hausgeld einfach erklärt

Mit dem Kauf einer Eigentumswohnung wird ein oftmals lang ersehnter Traum wahr: Als Eigentümer wohnen Sie endlich in den eigenen vier Wänden und können Ihre Wohnung so gestalten und ausstatten, wie Sie möchten. Hinzu kommt die finanzielle Freiheit: Wer in einer Eigentumswohnung lebt, ist unabhängig von einem Vermieter und künftigen Mieterhöhungen. So lässt es sich im Alter, wenn der Immobilienkredit abgezahlt ist, günstig wohnen. Bedenken müssen Eigentümer jedoch, dass trotz aller Freiheiten immer noch laufende Kosten für die Eigentumswohnung anfallen. Dazu zählt unter anderem das Hausgeld. Was es damit auf sich hat und wie es sich zusammensetzt, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Der Unterschied zwischen Hausgeld und Wohngeld

Das Hausgeld sollte in Bezug auf die Kosten einer Eigentumswohnung nicht mit dem Begriff Wohngeld verwechselt werden. Obwohl beide Termini von vielen Menschen synonym benutzt werden, beschreiben sie völlig unterschiedliche Aspekte. Das Wohngeld ist ein öffentlich-rechtlicher Mietzuschuss, das Hausgeld hingegen eine Sammelbezeichnung für alle Zahlungsverpflichtungen, die Wohnungseigentümer monatlich an den Hausverwalter der Wohnungseigentümergemeinschaft zu entrichten haben. Ein Eigentümer ist in der Regel vertraglich dazu verpflichtet, sich an den Kosten für die Instandhaltung und Instandsetzung des Gebäudes zu beteiligen. Dazu gehören Beiträge für Reparaturarbeiten, aber auch für die Erneuerung von technischer Ausstattung wie beispielsweise von Heizungsrohren oder Stromleitungen. Hinzu kommen Kosten für Verwaltungsleistungen sowie Betriebskosten für die Gebäudereinigung oder Müllentsorgung.

Wie setzt sich das Hausgeld zusammen?

Das Hausgeld gehört zu den Gemeinschaftskosten, die unter den Parteien der Eigentümergemeinschaft aufgeteilt werden. Mit den gesammelten Beträgen werden alle regelmäßigen Kosten bezahlt, die zur Pflege des Gemeinschaftseigentums nötig sind. Wie hoch die Kosten für die eigene Eigentumswohnung ausfallen, ist je nach Immobilie und Eigentümergemeinschaft unterschiedlich. Als Faustregel gilt, dass das Hausgeld etwa 20 bis 30 Prozent höher ist als die Nebenkosten einer vergleichbaren Mietwohnung. Bestandteile des Haushaltsgeldes sind in der Regel:

  • Betriebskosten für beispielsweise Gebäudereinigung, Müllentsorgung, Kosten für Hausstrom, Heizkosten bei Zentralheizung, Hausmeisterdienst oder die Pflege von Treppenhaus und Grünanlagen
  • Versicherungskosten der Gebäudeversicherungen
  • Verwaltungskosten für beispielsweise die Hausverwaltung oder Bankgebühren
  • Laufende Instandhaltungskosten für das Gemeinschaftseigentum wie beispielsweise kleine Reparaturen, die nicht aus der Instandhaltungsrücklage bedient werden
  • Instandhaltungsrücklage für zukünftige Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen

Wer seine Eigentumswohnung vermietet, kann die ersten beiden Bestandteile des Hausgeldes auf den Mieter umlegen.

Hausgeld: Wann sind die Kosten für die Eigentumswohnung fällig?

Das Hausgeld wird in der Regel von jedem Eigentümer als monatliche Vorauszahlung an die Hausverwaltung entrichtet. Die aktuell gültige Höhe des Hausgeldes wird nach einem individuellen Verteilerschlüssel auf der jährlichen Eigentümergemeinschaft festgelegt. Änderungen an der Wirtschaftsplanung werden über eine einfache Mehrheit beschlossen. Abgerechnet wird das Hausgeld am Jahresende. Wurden die Beträge zu niedrig kalkuliert, werden die Kosten über eine Nachzahlung gedeckt. Wurden sie hingegen zu hoch kalkuliert, erhalten die Eigentümer den Überschuss zumeist zurück.

Beitragsbild: © marog-pixcells / Adobe Stock

Return to top of page